ich bin, varım, je suis, Abendrot

Susanne Kriemann arbeitet in ihrem neuen Projekt für die Galerie im Körnerpark konzeptuell mit Licht, jener Energie, die dem Leben durch den Rhythmus von Tag und Nacht eine zeitliche Struktur gibt.
Susanne Kriemann versammelt für die Ausstellung Objekte zwischen Urzeit und Zukunft, die in direkter Verbindung zum Körnerpark stehen. Highlight ist jener Mammutknochen aus der Eiszeit, der um 1900 in Franz Körners Kiesgrube gefunden wurde. Durch ihre Zusammenstellung sind die Objekte ihrem jeweiligen Zeitkontinuum enthoben und werden zu individuellen Organismen, welche die Besucher mit Hilfe einer per Hand zu kurbelnden Lampe selber beleuchten.
Ich bin, varim, je suis Abendrot ist partizipativ und prozesshaft angelegt. Im Dialog mit den Exponaten der Ausstellung werden in Workshops Ideen für eine zukunftsweisende und visuell anspruchsvolle Beleuchtung des Körnerparks entwickelt. Gemeinsam wird über Nachhaltigkeit, Eigenverantwortung und innovative Wege der Lichterzeugung nachgedacht. Zum Ende der Ausstellung, in der Nacht der Zeitumstellung vom 29. auf den 30. Oktober, werden die Forschungsergebnisse präsentiert und die Abenddämmerung bis zur Morgenröte ausgedehnt.
Kuratiert von Dorothee Bienert
In Kooperation mit der Architektin Oxana Gourinovitch und der Kunstvermittlerin Zara Morris

Im Rahmen des EMOP Berlin – European Month of Photography 2016

Das Projekt wird unterstützt von der Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten und durch die Innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft gefördert.

sk_jesuisabendrot_web_dsc_4318

Begleitprogramm

Samstag/Sonntag, 15./16./22./23. Oktober, jeweils 10.30 – 13 Uhr
Workshops: LED-Throwies für ein buntes Lichtermeer
Im Rahmen des KinderKulturMonats leitet Birgit Auf der Lauer
Kinder (8–12 Jahre) zu Lichtstudien mit Wachsmalstiften an und bastelt im Anschluss mit ihnen bunte LED-Throwies.
Anmeldung unter: www.kinderkulturmonat.de, 030/5163 4859

Samstag/Sonntag, 29./30. Oktober 2016, 19–03 Uhr
Lichtfest: Ich bin, varım, je suis Abendrot
Zum Abschluss der Ausstellung findet in der Nacht der Zeitumstellung ein Lichtfest statt, bei dem sich eine experimentelle, lokale Abenddämmerung bis zur Morgenröte ausdehnen wird.
Das Fest wird in Kooperation mit Werkstadt Kulturverein Berlin e.V. organisiert.